Buchtipp: „Wir gehen auf Bärenjagd“

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„Wir gehen auf Bärenjagd“ von Michael Rosen;  ISBN 3-7941-3059-6                          
Lesealter: ab 3 Jahren, Foto: Melissa Moverley

Das erste Kinderbuch, das ich vorstelle heißt „Wir gehen auf Bärenjagd“. Es handelt sich um ein Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren. Geschrieben wurde es von Michael Rosen und illustriert hat es Helen Oxenbury. Das Bilderbuch erschien erstmals 1989 unter dem Titel „We’re Going on a Bear Hunt“ im Walker Books Verlag. Rolf Inhauser hat es ins Deutsche übersetzt.

In diesem Buch begibt sich ein Vater mit seinen Kindern auf Bärenjagd. Auf dem Weg zur Bärenhöhle begegnen ihnen einige Hindernisse, die es zu bewältigen gilt, egal ob hohes Gras, ein Fluss, Schlamm oder sonstige Hürden; die Familie meistert alle. Doch am Ende des Buches wartet eine überraschende Wendung mit der selbst die Familie nicht gerechnet hatte: Ein Bär, der sich nicht jagen lassen will. So werden plötzlich aus Jägern Gejagte, die sich nach diesem Abenteuer dann doch über ein schönes, kuschliges Bett freuen.

Dieses Bilderbuch schafft es, den Leser, Vorleser und Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Durch das Spiel mit Lautmalerei („Plitsch, platsch!“) oder den Wiederholungen von Sätzen wie beispielsweise „Drüber können wir nicht. Drunter können wir nicht. Oh, nein! Wir müssen mitten rein!“, wenn die Familie wieder auf ein Hindernis stößt, schafft es der Autor Rosen, eine interaktive Geschichte zu erzählen. Kinder sind bei dieser Geschichte nicht nur Zuhörer, sondern Mit-Erzähler: Sie können durch Mitsprechen oder passende Bewegungen selbst beim Erzählen mitmachen, was eine ganz andere Leseerfahrung ermöglicht. „Wir gehen auf Bärenjagd“ ist ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist. Gerade wenn man glaubt, die Handlung durchschaut zu haben, wird man mit einer plötzlichen Wendung überrascht: Schließlich hätte keiner schon am Anfang ahnen können, dass die Bärenjagd der Familie damit endet, dass sie von einem Bären verfolgt werden.

Oxenburys wunderschöne, liebevoll gestalteten Illustrationen versetzen jeden Betrachter gleich in die Geschichte. Ihre Bilder sind voller Leben und Emotionen; man kann den gemalten Figuren ihre jeweilige Gefühlslage wirklich ansehen. Das hilft Kindern auch noch zusätzlich beim Verständnis der Geschichte. Außerdem muss man unwillkürlich schmunzeln, wenn man sieht, wie quietschvergnügt das kleine Baby am Ende einen Teddybären in die Luft hält; nachdem die ganze Familie vor dem echten Bären die Flucht ergriffen hatte.

Auf der Suche nach Büchern meiner Kindheit, die ich auf meinem Blog vorstellen könnte, war dieses Buch das erste, das mir einfiel. Meine Mutter musste mir dieses Buch als ich klein war so oft vorlesen, dass ich ganze Ausschnitte auswendig konnte und voller Elan mitsprach und auch die Bilder habe ich mir sehr gerne angesehen.

Zusammenfassend kann ich das Buch also nur empfehlen: Dieses Bilderbuch ist auf eine so clevere Weise konzipiert: Mit jedem Lesen fallen einem weitere geniale Kleinigkeiten auf, die sowohl Rosen als auch Oxenbury einsetzen, um Spannung zu erzeugen; sei es das Spiel mit Lauten, Wiederholungen oder Farben. Beide verstehen es einfach, ein Bilderbuch zu erschaffen, das man immer wieder gerne ansieht, liest und am Schluss mit einem Lächeln zuschlägt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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