Buchtipp „Thumbelina“

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„Thumbelina“ von Hans Christian Andersen; ISBN 0-7214-1551-2; Alter ab 4 Jahren, Foto: Melissa Moverley

Das nächste Kinderbuch, das ich vorstelle heißt „Thumbelina“ von Hans Christian Andersen. Das Märchen wurde 1835 erstmals von C.A.Reitzel in Kopenhagen unter dem Titel „Tommelise“ herausgegeben. Meine Ausgabe wurde von Petula Stone illustriert und erschien 1993 erstmals im Verlag Ladybird Books.

In dem Märchen wünscht sich eine Frau sehnlichst eine Tochter. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an eine alte Frau, die ihr einen Samen gibt. Diese verspricht ihr, dass daraus ein kleines Mädchen wachsen wird. Tatsächlich findet die Frau schließlich ein winziges kleines Mädchen in der Blüte der Blume. Sie nennt es daher „Thumbelina“; übersetzt „Däumelinchen“. Die beiden haben zusammen eine sehr glückliche Zeit. Wie es sich herausstellt hat Thumbelina eine entzückende Singstimme und diese hört eines Tages eine Kröte. Sie entführt kurzerhand das Mädchen um es ihrem Sohn als Frau mitzubringen. Einige Tiere helfen Thumbelina zu entkommen und helfen ihr zu überleben. Eine freundliche Feldmaus lässt sie für einige Zeit bei sich wohnen. Doch diese schlägt Thumbelina eines Tages vor, den Maulwurf zu heiraten. Thumbelina jedoch möchte ihn nicht heiraten, weil er im Dunkeln unter der Erde lebt. Als das Mädchen diesen jedoch aus Höflichkeit besucht entdeckt sie eine sehr geschwächte Schwalbe. Sie pflegt die Schwalbe gesund. Zum Dank nimmt der Vogel Thumbelina mit auf eine Reise in ein fernes Land. Dort blühen zahlreiche Blumen, in denen Thumbelina kleine Blumenmenschen wie sie selbst einer ist entdeckt. Sie nennen Thumbelina Maia und erzählen ihr, dass sie jetzt Zuhause angekommen sei. Dort verliebt sie sich in den Prinzen der Blumenmenschen, den  sie heiratet.

Andersen schafft es in seinem Märchen eine Geschichte zu erzählen, die rührend und emotionsgeladen ist. Dadurch geht sie einem als Leser unglaublich nah. Er erzählt von den Problemen, die das Klein-Sein mit sich bringt: Thumbelina ist hilflos und wehrlos. Doch mit Hilfe von freundlichen Tieren schafft sie es schließlich sogar zu ihrem eigentlichen Zuhause. Das ist eine aufbauende und ermutigende Botschaft für Kinder. Denn sie zeigt, dass man nie zu klein ist, um seinen Weg zu gehen. Allerdings fragt man sich was aus der Mutter wurde, denn diese wird nicht mehr erwähnt.

Die Illustrationen von Stone sind unglaublich niedlich und detailreich. Sie vermitteln wirkungsvoll die Geschichte und man könnte sie sich wirklich ewig ansehen.

Zusammenfassend kann ich diese Geschichte jedem ans Herz legen: Sie ist herzerwärmend und die Bilder anzusehen ist eine wahre Freude.

Weitere Kinderbücher und Buchfiguren könnt ihr ab dem 1. Juni bei uns im Museum entdecken! Weitere Informationen zur „Das Sams und die Helden und Kinderbücher“ Familien-Ausstellung erfahrt ihr hier.

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